• Halbjahresfest in der O.A.S.E

    In gemütlicher Runde fand am 25.01.2023 unser Halbjahresfest statt. Wir präsentierten unsere Projekte, die wir gemeinsam mit den Kindern im letzten halben Jahr, zusammen erarbeitet haben. Neben dem Projekt zum Thema Schachspielen, gab es weitere Projekte wie eine Holzwerkstatt, ein Einsteigerkurs im Häkeln, eine Fahrradwerkstatt, Patchwork Nähen und kreatives Arbeiten mit Beton. Vier Schülerinnen erarbeiteten zu einem weiteren Projekt mit dem Titel „Hit-Fit-Dance“ insgesamt drei Choreografien, die sie an unserem Halbjahresfest stolz präsentierten. Das Ergebnis des Projektes Pixel-Patchwork nähen wurde nach der Fertigstellung bei einem Wettbewerb eingereicht. Ebenfalls haben Hannah Hager und Mike Schumann gemeinsam ein Projekt mit dem Titel „Stark, Bunt und Fair“ geführt, mit dem Hintergrund eines Konflikt- und Selbstbehauptungstrainings und dem Erlernen des richtigen Umgangs mit Konfliktsituationen. Mit mitgebrachtem Essen seitens der Eltern und selbstgemachten Speisen unsererseits haben wir den Abend mit großartigen Gesprächen und einem gemeinsamen Beisammensein ausklingen lassen.

  • „Wir dürfen den Holocaust nicht vergessen“ –  Gymnasiasten engagieren sich gegen das Vergessen

    „Mir fehlen die Worte“. Unter diesem Titel gestalteten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Gernsheim eine Gedenkveranstaltung anlässlich des diesjährigen Holocaustgedenktages. Die Gäste in der Aula des Gymnasium wurden mit Gedanken zum Holocaust und Rassismus, Erinnerungen an Verfolgte und Opfer des Nationalsozialismus, mit musikalischen Beiträgen und szenischen Darbietungen konfrontiert.

    Eingeladen zu diesem Abend haben das Gymnasium Gernsheim und der Geschichtsverein MEMOR. Schüler der Oberstufe haben selbstständig im Rahmen ihres Deutsch-, Religions- und Theaterunterrichts Beiträge erdacht und zusammen mit ihren Lehrerinnen ausgearbeitet und eingeübt.

    Der Geschichtsverein MEMOR mit seiner Vorsitzenden Birgit Weinmann hat es sich zur Aufgabe gemacht, mehr junge Menschen für die Themen Verfolgung, Flucht, Vertreibung, Krieg und für die Gräuel des Dritten Reiches und die Bedeutung dieser Themen für die heutige Lebenswelt der Jugendlichen zu sensibilisieren und suchte deshalb im Rahmen der bestehenden Kooperation eine noch engere Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Gernsheim. Weil Erinnerungsarbeit, Antidiskriminierung, Demokratiebildung und die damit verbundenen Überlegungen für das Heute gerade für die junge Generation von enormer Wichtigkeit sind, stieß MEMOR mit seinem Wunsch auf offene Ohren. Denn das Anliegen von MEMOR deckt sich mit dem Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule.

    Im Frühsommer 2022 beteiligten sich bereits Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe an der Ausstellung „Widerstand im Kleinformat – Politik mit Briefmarken“ im Gernsheimer Schöfferhaus. Die positiven Erfahrungen dieses Projektes führten zu weiteren Überlegungen, die in dem Entschluss mündeten, weitere Schülerbeiträge bei gemeinsam organisierten Gedenkveranstaltung zu realisieren. Am 10. November 2022 beteiligten sich daher gleich drei Klassen am musikalisch-literarischen Abend mit dem Trio „Cabaret Paris“ anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht von 1938. Die Veranstaltung am 27.1.2023 wurde dann letztlich  vollständig von den Schülerinnen und Schülern gestaltet.

    In einer kleinen Ausstellung in der Schulcafeteria konnten die Besucher vorab Schülerzitate, Bilder und Zeichnungen betrachten sowie Näheres zu ausgewählten Biographien von NS-Opfern erfahren.  Im Verlauf der Abendveranstaltung wurden diese Schicksale dann konkretisiert.

    Die Stoplersteine in der Schafstraße vor dem früheren Wohnsitz der Gernsheimer Familie Nahm nahmen Schüler zum Anlass, das Schicksal von Hermann Nahm näher zu beleuchten. Der 1905 geborene Hermann Nahm war in Darmstadt zum Opernsänger ausgebildet worden. Der Gernsheimer „Rheinische Boten“ schrieb 1931 über „unseren“ Hermann Nahm: „Nahms weicher, lyrischer Bariton ist noch schöner geworden, Behandlung und Vortrag erwiesen sich als gereift und bühnenfertig.“ Er wurde in Auschwitz ermordet.

    An einen kleinen italienischen Jungen namens Sergio de Simone wurde erinnert, der 1945 im Alter von nur acht Jahren ermordet wurde, als der Krieg längst verloren war. Zuvor wurde Sergio als medizinisches Versuchsobjekt missbraucht, musste fürchterliche Schmerzen ertragen, nachdem ihm Schnittwunden zugefügt und diese gezielt mit Tuberkulose-Bakterien infiziert worden waren. Um diese Gräueltaten zu vertuschen, erhängten SS-Leute Sergio und 19 weitere Kinder im Lager Neuengamme bei Hamburg. Besonders beklemmend zu erfahren war, wie Sergio in die Fänge des Hamburger SS-Arztes Kurt Heißmeyer geriet. Sergio war mit seiner jüdischen Familie 1944 nach Auschwitz deportiert worden. Getrennt von seiner Mutter lebte er im Kinderlager. Als Heißmeyer „Material“ für seine Tuberkulose-Experimente benötigte, forderte er Kinder bei SS-Arzt Josef Mengele in Auschwitz an. Ein SS-Offizier ging ins Kinderlager und fragte die Kinder, welches seine Mama wiedersehen möchte. Sergios Sehnsucht nach der Mama war zu groß. Er trat hervor und hob die Hand, obwohl er von seinen Cousinen gewarnt worden war, sich ruhig zu verhalten.

    Als Schule mit musikalischem Schwerpunkt wollte das Gymnasium auch historisch relevante Musik bzw. Lieder mit einbinden. Musik im Rahmen einer Holocaust-Gedenkveranstaltung ist jedoch nicht unproblematisch – vor allem, wenn sie schlichtweg zu schön ist. Ist wohlklingende Musik überhaupt geeignet, um an das Leid der NS-Opfer zu erinnern? Diese sensible Frage lösten die Schüler des Theaterkurses von Lehrerin Nicole Kujat durch die szenische Einbindung zweier jiddischer Lieder, ausdrucksstark gesungen von Zwölftklässler Quentin Kostikov. Zehntklässler Richard Fiedler trug auf seinem Horn zwei sehr populäre Lieder der NS-Zeit vor: „Irgendwo auf der Welt“ (1932) und „Ich weiß es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ (1942). Die Zuhörer erfuhren vorab, dass die Verfasser dieser Lieder selbst Verfolgte des NS-Regimes waren aufgrund ihrer jüdischen Abstammung, ihrer politischen Gesinnung oder ihrer sexuellen Orientierung. Zum Abschluss des Abends spielten Hornist Richard Fiedler und das Streichquartett des Gymnasiums unter der Leitung von Barbara Kiefer die „Romanze op. 36“ von Camille Saint Saens. 

    „Wir dürfen den Holocaust nicht vergessen!“, diesen Satz wiederholten die Schülerinnen und Schüler eindringlich in einem der vielen Beiträge. Das unermessliche Leid der Verfolgten, die ständige Todesangst, die schreckliche Ungewissheit um den Verbleib der Angehörigen, die Erniedrigungen durch die vom Rassenwahn Getriebenen, der fürchterliche Hunger in den Lagern und die unzähligen menschenverachtenden Gräueltaten dürfen nicht in einem empathiefernen, historischen Niemandsland verschwinden. Weitere Aufarbeitungen der Geschehnisse und ein couragiertes Gegenhalten gegen Geschichtsrelativierer, Schlussstrich-Forderer und Neo-Nazis sind die Grundlage einer lebendigen Erinnerungskultur. Das haben die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Gernsheim nachdrücklich gezeigt. (Andreas Mönk, Fotos: Harald von Haza-Radlitz, Andreas Mönk)

  • Das Königsspiel

    Unter der Leitung von Herrn Bulur, Lehrer an unserer Schule, wird jeden Donnerstag in der 7. + 8. Stunde Schach gespielt. 14 Kinder tummeln sich rund um die zahlreichen Schachbretter und testen aus, wie gut sie sich gegen die immer wieder wechselnden Spielpartner behaupten können. Alle Teilnehmer kannten bereits die Schachregeln zu Beginn des Projekts, nur ein paar falsche Züge mussten korrigiert werden. Auf die Frage, ob Herr Bulur auch mal besondere Kniffe oder Strategien verrate, antworteten die jungen Spieler mit einem verschmitzten „manchmal“.

  • Schule fertig – und was nun? …. Berufsmesse in der Aula

    Bei dieser wichtigen Entscheidung unterstützen wir unsere Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase seit vielen Jahren mit unserem Projekttag „Checkliste Zukunft“. An diesem Tag können die Schülerinnen und Schüler zunächst mithilfe eines Kompetenztests ihre Stärken und Schwächen kennen lernen und sich anschließend im Gespräch mit Unternehmen und Institutionen über für sie passende Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informieren.

    In diesem Jahr präsentierten sich die Unternehmen und Institutionen zum ersten Mal in Form einer Berufsmesse in unserer Aula. Gleichzeitig erweiterten wir den Kreis der beteiligten Schülerinnen und Schüler auf die 12. und 13. Jahrgangsstufe. Die Resonanz der eingeladenen Unternehmen und Institutionen war großartig und so konnten sich die Schülerinnen und Schülern an zehn Ständen über verschiedenste Berufsfelder informieren. So stellte das Amtsgericht Worms den Beruf des Rechtspflegers vor, Vitos informierte über Heilberufe, Auszubildende der Firma Merck gaben einen Einblick in die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten und Dualen Studiengänge des Unternehmens und auch der Informationsstand unseres Kooperationspartners, der Kreissparkasse Groß-Gerau, war ständig von Schülerinnen und Schülern, die sich für Berufe im Bankensektor interessieren, umlagert.

    Auch die Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Post, der Polizei, der Bundeswehr, von Transgourmet und Bechtle sowie des Modehauses Henschel und Ropertz wurden von interessierten Schülerinnen und Schülern mit Fragen gelöchert.

    Am Ende stellten alle einmütig fest, dass dieses Event unbedingt wiederholt werden müsse und die Schülerinnen und Schüler verließen die Aula nicht nur mit reichlich Werbematerial sondern auch mit wichtigen Informationen zur Studien- und Berufsorientierung. (Josef Geiger)

  • Großer Andrang beim Tag der offenen Tür am Gymnasium Gernsheim

    „Danke für den tollen Tag der offenen Tür. Unserer Tochter hat es sehr gut gefallen. Wir haben gar nicht geschafft alles anzuschauen. Großes Lob an alle Mitwirkenden.“, schrieb die Mutter einer Viertklässlerin an Erik Thrin, der den Tag der offenen Tür am Gymnasium Gernsheim seit vielen Jahren organisiert.

    Zum ersten mal seit Beginn der Pandemie konnte am vergangenen Samstag Vormittag endlich wieder diese wichtige Veranstaltung am Gymnasium Gernsheim stattfinden und Viertklässler sowie ihre Eltern sich über die weiterführende Schule informieren. Im letzten Jahr konnten sich Interessierte zwar zu kleinen Führungen anmelden und das leere Gebäude besichtigen und Fragen stellen zum Schulleben, aber ein „echter“ Tag der offenen Tür mit Musik, naturwissenschaftlichen Experimenten, mit Vorführungen, mit Spiel- und Bastelaktionen und Speisen und Getränken bietet den vielen hundert Besuchern natürlich einen viel besseren Eindruck über das Lernen und Arbeiten am Gymnasium Gernsheim.

    Die große Besucherschar konnte sich einen Einblick verschaffen in die Arbeit sämtlicher Fachschaften, Schulgremien, Schulpartner und Arbeitsgemeinschaften und auch das umfangreiche Schulgelände erkunden. So präsentierten sich neben den einzelnen Schulfächern und Schul-AGs u.a. auch der Ganztagsbereich O.A.S.E, der Förderverein des Gymnasiums, die Schüler- und Elternvertretung, der Schulsanitätsdienst, das Beratungsteam, die Schulmensa, das Team der Schulsozialarbeit, die Schulbibliothek, die Lese- und Rechtschreibförderung, die Berufsberatung oder das Präventionsprojekt „Digitale Helden“.

    Zu Beginn der Veranstaltung boten Lehrkräfte ca. 45-minütige Führungen für die Eltern durch das weitläufige Schulgebäude an. Zeitgleich wurden die Kinder ebenfalls durchs Gebäude geführt und steuerten dabei eine der zahlreichen Mitmachstationen an. Im Anschluss konnten Eltern und Kinder dann die Schule „auf eigene Faust“ erkunden und dabei individuelle Schwerpunkte setzen. Für das leibliche Wohl sorgte das Team der Schulbücherei und der Mensa.

    Ungefähr 200 Familien, also etwa 700-800 Gäste, folgten der Einladung zum Tag der offenen Tür und staunten über die „Bio-Geisterbahn“, die Chemie- und die Physikshow, bei denen Strom durch Gurken geleitet wurde, farbige Feuer entzündet oder Kugelbahnexperimente vorgeführt wurden. Die Streicher-, Bläser- und Gesangsklassen zeigten ihr Können, die 80-köpfige Concert Band präsentierte ein 30-minütiges Konzertprogramm auf der Aulabühne und die Bigband lud zur öffentlichen Probe ein. In Erdkunde konnte man ein Versuch zu Flussbegradigungen erleben, während die Mathematiker die Viertklässler durch eine „Knobelstraße“ führten … und noch vieles mehr.

    Sofern noch Fragen unbeantwortet geblieben sein sollten, können Eltern am 13. Februar ab 19.00 Uhr in einer Online-Frage-Runde weitere Informationen erhalten. Um 19.00 Uhr kann man Fragen zu den Instrumentalklassen stellen, ab 20.00 Uhr werden allgemeine Fragen zum Gymnasium Gernsheim beantwortet. Die Anmeldung für diesen Abend erfolgt über die Website der Schule veranstaltung.gymnasium-gernsheim.de.

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